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Unternehmen6.8.2026 3 Min. Lesezeit

Automatisierung als Jobgarant: Krones investiert in den Standort Deutschland

Trotz globaler Unsicherheiten setzt der Abfüllanlagen-Spezialist Krones auf massive Investitionen in deutsche Standorte. Durch Automatisierung und den Ausbau der Kreislaufwirtschaft sollen Arbeitsplätze langfristig gesichert werden.

Automatisierung als Jobgarant: Krones investiert in den Standort Deutschland
Symbolbild: Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Erweiterung des Werks Rosenheim am Standort Raubling zur langfristigen Standortsicherung.
  • Strategische Investition in die Automatisierung aller deutschen Produktionsstätten zur Effizienzsteigerung.
  • Fokus auf PET-Recycling-Technologien (MetaPure) als wachsendes Geschäftsfeld.

Industrieller Wandel: Zwischen Effizienz und Standortsicherung

Der deutsche Maschinenbau steht im Jahr 2026 vor einer Zerreißprobe. Während internationale Unsicherheiten die wirtschaftliche Entwicklung belasten, wie aktuelle Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) belegen, müssen Traditionsunternehmen Wege finden, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Krones AG, Weltmarktführer in der Abfüll- und Verpackungstechnik, zeigt hierbei eine klare Richtung auf: Investition durch Innovation. Anstatt Kapazitäten in Niedriglohnländer zu verlagern, setzt das Unternehmen aus Neutraubling auf eine massive Modernisierung seiner heimischen Basis. Besonders deutlich wird dies am Standort Raubling, einem Teil des Werks Rosenheim, wo gezielte Erweiterungen nicht nur die Kapazitäten erhöhen, sondern die Zukunftsfähigkeit des zweitgrößten deutschen Standorts zementieren.

Automatisierung als Antwort auf den Fachkräftemangel

Ein zentraler Pfeiler der Krones-Strategie ist die durchgehende Automatisierung der deutschen Produktionsstätten. In einer Zeit, in der qualifizierte Fachkräfte in der Produktion Mangelware sind, dient die Technik nicht dem Abbau von Stellen, sondern der Kompensation fehlender Kapazitäten und der Steigerung der Präzision. Durch den Einsatz von Systemen wie 'LineXpress', das Umrüstzeiten um bis zu 20 Prozent reduziert, reagiert Krones auf den Trend zu immer kleineren Chargengrößen in der Getränkeindustrie. Für die Belegschaft bedeutet dies einen Wandel der Aufgabenprofile: Weg von repetitiven manuellen Tätigkeiten, hin zur Überwachung und Steuerung hochkomplexer, digital vernetzter Systeme. Dies erfordert eine kontinuierliche Weiterbildung, sichert aber gleichzeitig hochqualifizierte Industriearbeitsplätze in Bayern.

Nachhaltigkeit als neuer Beschäftigungstreiber

Neben der klassischen Anlagentechnik hat sich Krones als Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft positioniert. Die Entwicklung der MetaPure-Recyclinganlagen, die gebrauchte PET-Flaschen in lebensmitteltaugliches Rezyklat verwandeln, ist mehr als nur ein ökologisches Statement. Es ist ein wachsendes Geschäftsfeld, das neue Kompetenzfelder im Unternehmen schafft. Von der Verfahrenstechnik bis hin zur chemischen Analyse entstehen hier Arbeitsplätze, die direkt auf die globalen Nachhaltigkeitsziele einzahlen. Projekte wie die Installation einer der größten PET-Recyclinganlagen Nordamerikas für rPlanet Earth unterstreichen die globale Relevanz dieser in Deutschland entwickelten Technologien.

Was bedeutet das für Bewerber?

Für potenzielle Bewerber signalisiert die Strategie von Krones vor allem Stabilität. In einer Branche, die oft von zyklischen Schwankungen geprägt ist, bietet ein Unternehmen, das aktiv in seine deutschen Standorte investiert, eine seltene Sicherheit. Gesucht werden jedoch zunehmend Profile, die eine Brücke zwischen klassischem Maschinenbau und IT schlagen können. Kenntnisse in den Bereichen Robotik, SPS-Programmierung und Datenanalyse sind heute ebenso wichtig wie fundiertes Ingenieurwissen. Zudem bietet das Engagement im Bereich Recycling attraktive Perspektiven für Talente, die eine sinnstiftende Tätigkeit im Bereich Umweltschutz suchen.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Krones fungiert hier als Benchmark für den deutschen Mittelstand und Großindustrie. Die Botschaft ist deutlich: Wer im Hochlohnland Deutschland bestehen will, muss die Flucht nach vorne antreten. Investitionen in Automatisierung und Digitalisierung sind keine optionalen Kostenfaktoren, sondern notwendige Voraussetzungen für die Resilienz. Unternehmen müssen zudem lernen, Nachhaltigkeit nicht als regulatorische Last, sondern als echtes Geschäftsmodell zu begreifen, das sowohl Kunden bindet als auch hochmotivierte Fachkräfte anzieht.

Fazit

Die Krones AG beweist, dass der Industriestandort Deutschland durch gezielte Investitionen in Hochtechnologie und Nachhaltigkeit verteidigt werden kann. Die Erweiterung in Raubling und die Automatisierungsoffensive sind klare Signale an den Arbeitsmarkt: Die Zukunft der Produktion ist digital, effizient und grün. Für Fachkräfte bietet dies spannende Entwicklungsmöglichkeiten in einem stabilen Umfeld, sofern die Bereitschaft zur ständigen Weiterentwicklung vorhanden ist.

#Industrie 4.0#Automatisierung#Nachhaltigkeit#Maschinenbau

Unternehmen im Beitrag

Krones AG

Neutraubling

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