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Kündigungsschutz vor Elternzeit: BAG setzt klare Grenzen

Arbeitsrecht · 06. August 2026 · 2 Min. Lesezeit
Kündigungsschutz vor Elternzeit: BAG setzt klare Grenzen
Symbolbild: Unsplash

Das BAG hat entschieden, dass der Kündigungsschutz vor Beginn jeder einzelnen Elternzeit gilt. Ein wichtiges Urteil für die HR-Praxis.

Das Wichtigste in Kürze

Kündigungsschutz in der Elternzeit

Der Kündigungsschutz während der Elternzeit ist ein zentrales Element des Familienrechts im Arbeitsverhältnis. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat nun klargestellt, dass dieser Schutz nicht nur für den ersten Abschnitt gilt, sondern vor Beginn jeder einzelnen Elternzeit neu auflebt.

Die Bedeutung für die Praxis

Ein Arbeitgeber darf einem Arbeitnehmer nicht kurz vor Antritt eines neuen Elternzeitabschnitts kündigen. Das BAG schiebt damit Versuchen einen Riegel vor, Mitarbeiter durch Kündigungen vor dem Start einer geplanten Elternzeit loszuwerden.

Was bedeutet das für Bewerber?

Für Arbeitnehmer ist dies eine enorme Sicherheit. Die Planung von Elternzeit, auch in mehreren Abschnitten, ist nun rechtlich besser abgesichert. Wer Elternzeit beantragt, genießt einen starken Schutz vor Kündigungen.

Was bedeutet das für Unternehmen?

HR-Abteilungen müssen bei Kündigungen extrem vorsichtig sein. Vor jeder Kündigung muss geprüft werden, ob der Mitarbeiter Elternzeit beantragt hat oder kurz vor dem Antritt eines neuen Abschnitts steht. Ein Fehler hier kann zur Unwirksamkeit der Kündigung führen.

Sorgfaltspflicht bei Kündigungen

Die Entscheidung unterstreicht die Notwendigkeit einer sorgfältigen Prüfung vor Ausspruch einer Kündigung. Unternehmen sollten ihre Prozesse so gestalten, dass Elternzeitanträge bei Kündigungsentscheidungen immer berücksichtigt werden.

Fazit

Das Urteil ist ein klares Signal für den Schutz von Familien. Unternehmen müssen ihre Kündigungspraxis anpassen und sicherstellen, dass sie nicht in die Falle des Kündigungsschutzes bei Elternzeit tappen.

Quellen

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